In Echzell fand gestern eine sehr erfolgreiche Infoveranstaltung der neuen BI “Grätsche gegen Rechtsaußen” statt. Diese wurde von etwa 120 Personen besucht und ist als Erfolg zu werten.
In Echzell hat sich unter dem namen “Grätsche gegen Rechtsaußen” ein neues Bündnis gegen Rechtsextremismus gegründet. Das Bündnis veranstaltet am 03.02 um 19:30 eine Infoveranstaltung im “Stern” in Echzell-Gettenau.Der sehr gelungene Titel der Veranstaltung ist “Wölfe im Schafspelz”. Die Wetterau hat nun eine sehr starke Struktur gegen Rechts, die wir als deutlichen Erfolg der Aufbauarbeit der letzten Jahre ansehen. Waren wir vor 4 Jahren noch so ziemlich allein, gibt es nun mehrere lokale und regionale Bündnisse gegen Rechts. Außer unseren Antifa-Bi Gruppen, gibt es nun das Wetterauer Bündnis gegen Rechts, das Butzbacher Bündnis für Demokratie und Toleranz, das Bündnis Nidda für Demokratie und Toleranz sowie die WöBü in Wölfersheim.
Am 27.01.2010 ist der 65. Jahrestag der Befreiung des KZ’s Auschwitz. Aus diesem Grund organisiert die Lagergemeinschaft Auschwitz - Freundeskreis der Auschwitzer am 22. Januar eine Gedenkveranstaltung in Bad Vilbel(Wetteraukreis): „…und vor dem Fenster schweigt die Nacht.”
Freitag, 22. Januar 2010, 19.30 Uhr
Kulturzentrum Alte Mühle, Lohstraße 13, Bad Vilbel
“Die Frankfurter Antifaschistin Katinka Poensgen, seit Jahren Sprecherin der ANK, ist soeben vom Land Hessen angeklagt worden. Grund der Anklage war ihr Biß in einen polizeilichen Daumen am 20.10.2007. Dieser Daumen gehörte zum Körper eines Polizeibeamten, der Katinka, damals Versammlungsleiterin einer ANK-Kundgebung gegen die rassistische NPD-Demonstration widerrechtlich an ihrer Tätigkeit hinderte, sie gemeinsam mit anderen Polizisten beleidigte, angriff, mißhandelt und schließlich festnahm (Video der Festnahme). Nun soll Katinka dem Land Hessen die Arbeitsausfallzeit des gebissenen Beamten bezahlen, der wegen seiner Verletzung eine Woche lang nicht arbeitsfähig gewesen ein soll. Hinzu kommen die Arztkosten.Der Prozeßauftakt wird sich am Donnerstag, 4.2.2010, 11:10 Uhr, Gerichtsstraße 2, Gerichtsgebäude B, Raum 160 abspielen. Wir rufen alle AntifaschistInnen dazu auf, durch zahlreiche Anwesenheit Katinka den Rücken zu stärken!(1)
In diesem Zusammenhang möchten wir auch noch einmal daran erinnern: niemand von denen, die am 7. November 2009 in Friedberg am Ende der Aktionen gegen die NPD von der Polizei eingekesselt wurden und nur gegen Angabe der Personalien den Kessel verlassen konnten, sollte einzeln irgendwelche „Wegtragegebühren”, Zahlungsbefehle oder ähnliches bezahlen.
Bitte setzt Euch vorher mit der Ermittlungsausschuß Frankfurt in Verbindung und informiert Euch über Eure juristischen Möglichkeiten zur Gegenwehr!”(2)
(2)Uns sind bis jetzt noch keine Repressionen gegen die TeilnehmerInnen der Aktion gegen die NPD am 07.11. bekannt. Wer hier Infos hat, kann die gerne an uns weiterleiten.
Am Sonntagmorgen, den 27.12.2009 gegen 6 Uhr wurde - sehr wahrscheinlich von Neonazis - das AK44 in Gießen mit Farbbeuteln beworfen. Eine Woche vorher wurden bei einem parkenden Auto die Scheiben herausgeschlagen. Das AK44 ist ein alternatives Wohn,- und Kulturzentrum in Gießen.
Update: Auch beim Gießener Weihnachtsmarkt am 17.12 ist es zu Provokationen von Neonazis gekommen. Eine 5-6 köpfige Nazi-Gruppe hat gezielt Jugendliche angepöbelt.
Gestern gegen 23 Uhr versammelten sich etwa 30 Menschen vor dem ehemaligen selbstverwalteten JUZ Bad Nauheim um der hinterhältigen Schließung des Jugendzentrums vor 3 Jahren zu Gedenken. Mit Musik und Kerzen gab es zunächst eine Mahnwache direkt vor dem JUZ, die sich dann ab 0.30 Uhr (dem Ende der polizeilichen Duldung) in einen kleinen Spaziergang durch die Nauheimer Innenstadt verwandelte.
War das Verhalten der Polizei direkt am JUZ noch ok (abgesehen von der Drohung “Wir können auch ganz anders”), so muss die Handgreiflichkeit gegen einen interessierten Hund, der am Marktplatz ein Polizeiauto von Innen betrachtete doch stark kritisiert werden. Unwissende Tiere angreifen ist nicht akzeptabel.
Alles in allem kann die spontan entstandene Aktion als Erfolg gewertet werden. Es ist schön zu sehen, dass es hier noch immer Menschen gibt, die für selbstverwaltete Räume auf die Straße gehen und sollte daher baldigst wiederholt werden.
Vergangene Nacht haben mehrere Täter im ehemaligen KZ Auschwitz den Torbogen mit der Aufschrift “Arbeit macht frei” gestohlen. Zwischen 3 und 5 Uhr nachts schraubten sie das Schild ab, entfernten es durch ein Loch im Zaun und fuhren es dann mit einem Lieferwagen weg. Von den Tätern fehlt bisher jede Spur.
Es ist eine Schande, dass so viel Ignoranz und Dummheit in den Köpfen einiger Menschen vorherrscht und sich durch solche Taten ausdrückt. Es zeigt aber auch, dass wir die Mahnmale der Geschichte besser schützen müssen.